BdKEP Neuigkeiten Oktober 2014/II


Der nächste Paketbox Workshop des BdKEP findet am 14.11. in Köln bei GS1 Germany GmbH statt. Wie auf dem letzten Workshop abgestimmt, teilt sich die Gruppe in die Themenbereiche Paketboxen und IT Betriebssystem. Die Arbeitsgruppe Paketboxen beschäftigt sich mit carrierübergreifenden Lösungen für die Zustellung von Warensendungen in Paketboxen und die Arbeitsgruppe IT Betriebssystem erarbeitet eine Landkarte zu den für offene Postsysteme notwendigen IT Systemen und Standards. Beide Gruppen tagen Vormittags in getrennten Räumen, Nachmittags zusammen. Sie erhalten am Vormittag eine Vorführung im Logistik Showroom GS1 Germany GmbH. Am Nachmittag werden Möglichkeiten zu Betreibermodellen für offene Postsysteme und ein Positionspapier zum Thema diskutiert. Die Agenda für den Tag einsehen und sich anmelden können Sie hier: Paketbox Workshop.

 

Der BdKEP veranstaltet zusammen mit dem Projektteam KombiBUS am 25.11. einen Workshop zum Thema Landlogistik: Welche Chancen ergeben sich aus der Zusammenarbeit zwischen Logistikdienstleistern und regionalen Verkehrsunternehmen des Personenverkehrs? Die Netze von Verkehrs- und Logistikunternehmen außerhalb von Ballungsräumen stehen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und Urbanisierung vor ähnlichen Herausforderungen. Das Verhältnis zwischen gefahrenen Kilometern und beförderten Gütern oder Menschen verschlechtert sich. Die dadurch hervorgerufene Steigerung der Stückkosten können in der Regel nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden. Die Kombination von Personen- mit Güterverkehren kann ein Lösungsansatz sein, über den die Grundversorgung mit Logistikdiensten und Mobilität zu akzeptablen Stückkosten sichergestellt werden kann. Teil der Veranstaltung ist eine Exkursion mit dem öffentlichen Nahverkehr, bei dem das Thema Landlogistik in der Praxis gezeigt wird. (Info und Anmeldung)

 

Die Schweizer Post hat eine neue Version des elektronischen Briefkastens auf den Markt gebracht. Computerworld begleitet diesen Produktlaunch kritisch stellt fest: Ob der Dienst bei der Bevölkerung aber überhaupt ankommt, bleibt unkar. Auch hier gibt es genauso wie bei den entsprechenden deutschen Produkten wenig Informationn dazu, wie der Dienst von Verbauchern angenommen wird. (Computerworld)

 

Der DGB hat sich zum Thema Mindestlohn und Anrechnung von Zuschlägen geäußert und geht davon aus, dass sich die Gerichte wahrscheinlich öfters damit beschäftigen werden, welche Zuschläge und Sonderzahlungen auf den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro angerechnet werden dürfen. Die Gewerkschaften wollen in diesem Zusammenhang ein Verbandsklagerecht, damit nicht einzelne Beschäftigte allein gegen Verstöße gegen das Mindestlohngesetz vorgehen müssen. (DGB)

 

EU will mehr Transparenz und Wettbewerb bei der Paketzustellung. Die Europäische Kommission hat ihre Vorstellung zur weiteren Entwicklung des E-Commerce weiter präzisiert. Nach dem Grünbuch Paket (11/ 2012) und der Roadmap für den Paketmarkt (12/2013) äußert sie sich nun zur „Struktur und Entwicklung von Initiativen zur Unterstützung des Wachstums im E-Commerce durch leistungsfähigere Systeme zur Zustellung von Warensendungen in Europa“. Die Studie arbeitet potentielle Initiativen heraus, mit deren Hilfe die Anforderungen von Handel und Verbraucher an leistungsfähige Systeme für die Beförderung und Zustellung von Warensendungen umgesetzt werden können.
Als Kernelemente dieser Strategie werden in der Studie vorgestellt: Eine Informationsplattform über Zustellsysteme, die vorhandene Logistikservices besonders auch im Crossborder-Bereich transparent macht – eine anbieterübergreifende Plattform zum Monitoring von Qualitäts-, Preis und Leistungsparametern – Initiativen, die dabei helfen, das Vertrauen in grenzüberschreitende Liefersysteme zu steigern – Initiativen zur Sicherstellung der Postalischen Grundversorgung im ländlichen Raum – Initiativen zur Sicherstellung der Interoperabilität regionaler Logistiksysteme im grenzüberschreitenden Versand – Grenzüberschreitende Messungen von Laufzeiten und anderen Qualitätsparametern.
Der BdKEP begrüßt diese Initiativen und wird die Ergebnisse in die Arbeit der Open Postal Alliance einfließen lassen. Ziel ist, über das Wachstum im E-Commerce neue Geschäftsfelder für KEP Unternehmen zu erschließen. Download der Studie

 

Unter dem Namen eSolutions bündelt der internationale Paket- und Expressdienstleister DPD seine innovativen Online-Services für Paketversender in einem Portal. Neben den bewährten Tools wie MyDPD oder dem Paket Navigator besteht erstmals auch die Möglichkeit, Paketscheine mittels einer einzigartigen Cloudlösung – dem DPD Cloud Print – zu erstellen und auszudrucken. eSolutions steht zudem allen Anwendungsentwicklern und Partnern von DPD offen, die die zahlreichen Webservices und Schnittstellen von DPD Systemen nutzen möchten und dafür auf Dokumentationen und Testsysteme des Paketdienstleisters zugreifen wollen. (Postbranche)

 

Laut den Mittelstandsnachrichten forderte Hermes auf dem auf der Etailment Summit Anfang Oktober in Berlin, dass Online-Händler weniger träge sind und die angebotenen Logistik-Innovationen, wie die Zustellung zum Wunschtermin mehr nutzen sollten. Hier scheint wohl der Köder eher dem Angler als dem Fisch zu schmecken, Angebot und Nachfrage stimmen wohl nicht überein. Der Hermes-Unternehmensvertreter geht auch darauf ein und fordert ein Umdenken der Logistiker dahingehend, dass sie die „Schnittstelle des Händlers zu deren Kunden ernster nehmen“ sollten. Fraglich ist z.B. ob es verbraucherfreundlich ist, wenn sich jeder Versanddienstleister eigene Verbraucherportale aufbaut. So hat UPS sein Verbraucherportal mychoice.com nun auch für deutsche Kunden geöffent. Benachrichtigungen zu bevorstehenden Zustellungen, die Möglichkeit, Pakete an eine andere Adresse umzuleiten oder die Zustellung auf ein späteres Datum zu verlegen sind die Kernfunktionen des Portals. (mmlogistik) Verbraucher haben damit nun bei allen Paketdiensten eigene Portallösungen mit jeweils eigenen Prozessabläufen und Anmeldedaten. Diese Erfahrungen haben Verbraucher und die Wirtschaft z.B. auch mit Versicherungsportalen gemacht. Die unterschiedlich zu bedienenden vielfältigen Portallösungen haben dort bisher zu einer geringen Nutzer-Akzeptanz geführt. Der BdKEP befürwortet dagegen carrieerübergreifende Lösungen für die Verwaltung der Zustellpräferenzen von Verbrauchern, zu denen regionale und überregionale KEP Dienste diskriminierungsfrei Zugang haben. Diese Daten stellen eine postalische Infrastruktur wie z.B. den Hausbriefkasten dar und sollten nicht in den Händen einzelner Unernehmen liegen, die dann über Zugangsbeschränkungen Wettbewerbern den Markteintritt verwehren und so Innovationen und verbraucherfreundliche Produkte verhindern können.

 

Aus der Verlagsbranche meldet sich Christophe Keese, Executive Vice President von Axel Springer und einer der Vordenker im Konzern zu Wort. In dem Interview für den Horizont geht es auch um Gedankenspiele wie es wäre, wenn Google, Facebook oder Amazon Unternehmen wie Deutsche Telekom, Deutsche Post oder Volkswagen übernehmen würden. In Asien ist dieses Szenario bereits eingetreten, die weltweit größte Onlinehandelsplattform Alibaba ist bei der Singapore Post eingestiegen. Ein Szenario, dass auch für den europäischen Markt durchaus denkbar ist und den gesamten Postmarkt gravierend beeinflussen würde. (Horizont)

 

Die Forschungsgruppe Retourenmanagement der Universität Bamberg hat erstmals eine Umfrage unter Versandhändlern für den sogenannten Retourentacho gestartet. „Das Besondere daran ist, dass wir die Daten zielgruppen- und warengruppenspezifisch erheben“, sagte Gruppenleiter Björn Asdecker den KEP-Nachrichten. Die Teilnehmer erhalten einen detaillierten Ergebnisbericht, was sich zum Beispiel gut für Benchmarks eigne. Zudem werde die Studie ab sofort jährlich wiederholt, wodurch sich Entwicklungen und Trends ableiten ließen. „Künftig würde ich gern auch andere Länder in die Umfrage einbinden, um erstmalig internationale Vergleiche ziehen zu können“, sagte Asdecker weiter. Zum Fragebogen gelangt man über die Homepage www.retourentacho.de.

 

Die Belgische Post hat eine Einzelhandelsplattform gestartet. Auf dieser Plattform können Verbraucher Produkte von lokalen Händlern kaufen und sich nach Hause liefern lassen. (postandparcel.com & www.combo.be

 

Finden Sie die besten Produkte direkt bei regionalen Landwirten und Erzeugern. Dieses Ziel verfolgt die Plattform thefoodassembly.com. Das Unternehmen stammt aus Frankreich. Die erste sogenannten Assemblies wurden dort vor drei Jahren gegründet. Heute sind es bereits 450, die 200 000 Mitglieder versammeln und es 3000 Herstellern ermöglichen, besser ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Waren können online bestellt werden und werden dann einmal wöchentlich über Popup Stores (z.B. Marktstand) verteilt.

 

Über die Plattform shopsters.de kann man sich Waren des täglichen Bedarfs nach Hause liefern lassen. Derzeit werden smarte & freundliche Shopper gesucht, die gerne einkaufen, gerne neue Leute kennenlernen und die Stadt erkunden wollen. Sie können Ihre Arbeitszeiten selbst festlegen und bis zu 20€ pro Stunde verdienen, indem sie Kunden mit frischen Lebensmitteln belieferst, so das Unternehmen. Rocket Internet hat vor kurzem ein identische Plattform shopwings.de gestartet. Diese Plattformen werden sich ähnlichen Herausforderungen wie das Unternehmen UBER auf dem Taximarkt stellen müssen. Wie sind z.B. die hygienischen Anforderungen bei den Lieferungen sichergestellt, ab wann geht das Mitbringen von Lebensmitteln über die private Gefälligkeit hinaus und muss als gewerbliche Tätigkeit angemeldet werden sind nur zwei der aufkommenden Fragestellungen. Aufgrund des traditionell dichten Netzes bei der Versorgung mit Lebensmittel in Deutschland äußern Branchenkenner immer wieder Bedenken, ob sich der Onlinehandel mit Lebensmitteln überhaupt etablieren wird. Mit der Frage: Wie weit ist es zum nächsten Supermarkt? Hat sich das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung beschäftigt und auf einer Deutschlandkarte visualisiert. Es bleibt abzuwarten, inwiefern eine schlechte Nahversorgung mit Lebensmitteln den Onlinehandel mit Lebensmitteln in diesen Gebieten beschleunigt.

 

Die Same Day Delivery Plattform atlanda.de geht auf der Crowdfunding-Plattform seedmatch neue Wege bei der Kapitalakquise. „24 Stunden und mehr auf Bestellungen warten? Undenkbar mit atalanda. Wir liefern am selben Tag zu regulären Versandkosten, machen Same Day Delivery zum neuen Standard und stärken die Händler vor Ort.“ formuliert das Unternehmen seinen Anspruch. Same Day delivery ist für traditionelle lokale KEP Dienste ein „alter Hut“ erbringen sie diese Servicedienstleistung doch seit Jahrzehnten im B2B Bereich. Interessant wird, wer zukünftig bereit sein wird, die relativ hohen Kosten für B2C Same Day Delivery zu zahlen.

 

Der Händlerbund schreibt auf seinem Amazon-Watchblog über die Suche des Unternehmens nach logistischen Helfern: „Bereits in den sommerlich-heißen Monaten hat Amazon damit begonnen, sich auf das kommende Weihnachtsgeschäft vorzubereiten (wir berichteten). Nun werden die Tage kürzer, der Herbst hat Einzug gehalten und das US-Unternehmen wappnet sich für das wichtigste Geschäft des Jahres. Um der Nachfrage und dem Service auch in den winterlichen Monaten nachkommen zu können, sucht der Online-Riese nun Helfer im Bereich Logistik. (amazon-watchblog.de)


Das Thema Universaldienst (PUDLV) bleibt auf der Agenda.
Derzeit laufen Konsultationen zum ,,Discussion Paper on the Implementation of Universal Service in the Postal Sector and the Effects of Recent Changes in Some Countries on the Scope of the USO“ der European Regulators Group for Postal Services (ERGP). Die durch einen Beschluss der EU-Kommission aus dem Jahr 2010 gegründete ERGP dient als Forum für Reflexionen und Diskussionen und berät die EU-Kommission im Bereich der Postdienste. Mitglieder der Gruppe sind die nationalen Regulierungsbehörden der 27 EU-Mitgliedstaaten sowie als Beobachter die nationalen Regulierungsbehörden der 5 Beitritts- und 4 EFTA-Länder im Bereich der Postdienste. Die Gruppe hat folgende Aufgaben: Beratung und Unterstützung der EU-Kommission bei der Konsolidierung des Binnenmarktes für Postdienste – Beratung und Unterstützung der EU-Kommission bei allen Fragen im Zusammenhang mit den Postdiensten innerhalb ihrer Zuständigkeit – Beratung und Unterstützung der EU-Kommission in Bezug auf die Entwicklung des Binnenmarktes für Postdienste und die konsequente Anwendung des Regelungsrahmens für Postdienste in allen Mitgliedstaaten – Durchführung ausführlicher und frühzeitiger Konsultationen mit Marktteilnehmern, Verbrauchern und Endnutzern, die offen und transparent im Einvernehmen mit der EU-Kommission erfolgen sollten. Der BdKEP ist zu diesen Themen mit der Bundesnetzagentur und dem Bundswirtschaftsministerium im Kontakt. (Bundesnetzagentur)

 

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, hat am 06.10.14 Herrn Matthias Machnig zum neuen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ernannt. Staatssekretär Machnig ist im BMWi künftig für die folgenden Abteilungen zuständig: Industriepolitik – Außenwirtschaftspolitik – Innovations-, IT und Kommunikationspolitik – Mittelstandspolitik. In seine Zuständigkeit bzgl. Innovations-, IT und Kommunikationspolitik fällt auch die Aufsicht über die Bundesnetzagentur. Ein aktualisiertes Organigramm des BMWI kann in Kürze hier eingesehen werden. Das Bundeskabinett hat der Ernennung von Staatssekretär Machnig bereits in seiner Sitzung am 24. September 2014 zugestimmt. Mit der Übergabe der Ernennungsurkunde durch Bundesminister Gabriel tritt Staatssekretär Machnig zum heutigen Tag offiziell sein Amt an. (BMWI Pressemitteilung)

 

Der Paketdienst DPD startet in diesen Tagen eine umfangreiche Marketingoffensive mit dem Ziel, die Markenbekanntheit auszubauen und DPD im boomenden B2C-Markt stärker zu positionieren. Entwickelt wurde die Kampagne vom neuen Kreativpartner Kolle Rebbe in enger Kooperation mit der ebenfalls neu verpflichteten Mediaagentur Crossmedia. Entstanden ist eine Kampagne mit Fokus auf Onlinemaßnahmen und TV, die auf einer eng verzahnten Kreativ- und Mediastrategie beruht. Im Mittelpunkt der Kommunikation steht der Service Predict, der den Zustellzeitpunkt von Paketen auf die Stunde genau angibt. „Wir passen uns mit Predict konsequent an den Tagesablauf der Empfänger an und bieten einen Paketversand, der den Ansprüchen des digitalen Zeitalters entspricht. Die integrierte Kampagne trägt das nun ganz selbstbewusst nach außen“, betont Verena Hilss (unser Bild), Senior Group Manager Marketing von DPD in Deutschland. Die Filmkampagne steht unter dem Motto „Du bestellst. Du bestimmst“. Insgesamt zehn Filme sind ab sofort im TV, auf Online-Formaten sowie digitalen Kanälen von DPD zu sehen. Die einzelnen Bausteine der Spots sind vielfältig kombinierbar, um einzelne Zielgruppen gezielt anzusprechen und genau die Kategorien zu adressieren, bei denen im E-Commerce am meisten bewegt und verschickt wird: Fashion für Frauen, Technik für Männer. (Filmkampagne bei Kolle Rebbe)

 

Der niederländische Dienstleister TNT stellt in diesen Tagen ebenfalls einen neuen Markenauftritt vor. Der bisherige Slogan „sure we can“ wird künftig durch den Slogan „The People Network“ abgelöst. Die dazugehörige Kampagne startet dieser Tage gleich in acht europäischen Ländern und zusätzlich in gut 20 Ländern mit kostenlosen Aktionsangeboten zum Sendungsversand. Mit der Kampagne will TNT zeigen, dass der persönliche Kontakt ein wichtiges Differenzierungsmerkmal in der Transportbranche ist. (Spot auf youtubeMeldung auf Horizont.net – KEP Nachrichten) Mit einem Augenzwinkern sehenswert ist der überholte „gelbe“ LKW in der Werbung!

 

Die Hermes Logistik Gruppe Deutschland (HLGD) führt feste, verlässliche Zeiten in ihren gut 14 000 Paketshops ein, zu denen die Sendungen abgeholt werden. Kunden wissen damit bereits vor Abgabe ihrer Sendung, wann Pakete, Päckchen und Gepäck auf die Reise gehen. Bei rechtzeitiger Abgabe stellt Hermes innerhalb Deutschlands auch Privatpakete in circa ein bis zwei Werktagen zu. „Feste Abholzeiten in den Shops helfen dem Kunden dabei, die Laufzeit seines Pakets noch besser zu planen“, sagt Thomas Horst, Geschäftsführer Sales bei Hermes. „Bei besonders gut besuchten Annahmestellen wird zudem die bisherige Abholzeit zum Teil noch weiter nach hinten verschoben“, erläutert er. Die verlässlichen Abholzeiten sind Teil einer neuen Service-Offensive bei Hermes, heißt es in einer Pressemitteilung des Paketdienstes. Dabei spielt der Faktor Geschwindigkeit Horst zufolge eine zentrale Rolle. (KEP Nachrichten) Offen bleibt bei dieser Pressemitteilung, wie das Netz aus 14.000 Paketshops bisher ohne feste Abholzeiten verlässlich bedient werden konnte?! Normalerweise sind solche Zeitfenster die Grundlage für Logistikplanungen und selten Inhalt von Pressemeldungen.

 

„Grüne Logistik“ und Normung – Eine Zukunft bringende Partnerschaft? Ein Workshop des DIN. Mit Hilfe von „Grüner Logistik“ kann eine nachhaltige Ausrichtung von Unternehmen durch die Schaffung eines Gleichgewichts von ökologischer und auch ökonomischer Effizienz erreicht werden. Erste Ansätze zur „Grünen Logistik“ wurden in der Normung mit der DIN EN 16258 „Methode zur Berechnung und Deklaration des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen bei Transportdienstleistungen (Güter- und Personenverkehr)“ gemacht. Diese europaweit geltende Norm beschreibt eine Methode zur Berechnung und Deklaration des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen bei Transportdienstleistungen (Güter- und Personenverkehr). Neben dieser bereits etablierten Norm kann auch Bedarf fur weitere standardisierte Festlegungen für eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Gestaltung von Logistikprozessen bestehen. Der Workshop zielt daher auf die Identifikation des Nutzens und der aktuellen Trends und Entwicklungen im Bereich „Grüne Logistik“, gibt die Möglichkeit zum Austausch zu aktuellen Entwicklungen, und beabsichtigt möglichen Normungsbedarf für „Grüne Logistik“ zu identifizieren. Er findet am 3. November 2014 beim DIN in Berlin statt. Die teilnahme ist kostenfrei, Anmeldungen werden über logistik@din.de mit Angabe der Kontaktdaten bis 20.10. erbeten. (DIN)

 

Das Thema „Grüne Logistik“ hat längst noch nicht alle Unternehmen in Deutschland erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage unter 200 Logistikentscheidern des Großhandels und der herstellenden Industrie, die im Auftrag der Hermes Transport Logistics durchgeführt wurde. So geben nur zwei von fünf der befragten Logistikverantwortlichen an, dass „Grüne Logistik“ in ihrem Unternehmen derzeit eine Bedeutung hat. Für rund 46 Prozent der Befragten hat sich an diesem Status in den letzten ein bis zwei Jahren nichts geändert. Vor dem Hintergrund der Klimaziele der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß in Deutschland bis 2020 drastisch zu reduzieren, steht die Transportindustrie vor enormen Herausforderungen. (Postbranche)

 

Der Markt für Lastenräder entwickelt sich derzeit rasant, einhergehend damit die Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen. Über Kosten, Nutzen und die Frage der passenden Modelle wurde Anfang dieser Woche auf der Messe IAA Nutzfahrzeuge in einem Fachforum rege diskutiert. Eingeladen hatte der Bundesverband Paket & Expresslogistik (BIEK) gemeinsam mit dem Verkehrsclub VCD. Peter Lüttjohann, Referatsleiter Güterverkehr und Logistik im Bundesverkehrsministerium, erläuterte dabei, dass die wachsende Bedeutung von Lastenfahrrädern auch bei der aktuellen Weiterentwicklung des Aktionsplans Güterverkehr und Logistik deutlich werde, da erstmals die Potenziale von Lastenrädern für die Innenstadtlogistik thematisiert würden. Das Bundesverkehrsministerium habe auch bereits ein Forschungsvorhaben zum Einsatz von Fahrrädern im Wirtschaftsverkehr in Auftrag gegeben, das Empfehlungen erarbeiten soll. Der VCD lobte den produktiven Austausch mit der Logistikbranche. Damit sei ein weiterer Schritt getan, dass Lastenräder ihre Potenziale voll entfalten könnten. Mit dem BIEK ist der VCD bereits im Gespräch über ein Modellprojekt in einer deutschen Großstadt, kündigte Wasilis von Rauch, Leiter des VCD-Projekts „Lasten auf die Räder!“, an. (KEP Nachrichten) Auch die Verkehrsrundschau berichtet ausführlich über Lastenräder auf der IAA. (Verkehrsrundschau)

 

Der BeVH-Blog berichtet über die enorme Auswirkungen, die neue Marktteilnehmer, Mega-Börsengänge und die Dynamik des E-Commerce-Marktes mit sich bringen. In einem Gastbeitrag äußert sich Dr. Dirk Seifert, Research Group Mobile Innovation Shanghai FUDAN University/ETH Zürich – School of Management, Technology Zürich zum Thema Preiskämpfe, same-day-delivery und den Wettbewerb um die besten Köpfe der Branche. „Ich erwarte hier einen massiven brain drain. Hinzu kommt die erhöhte Bereitschaft von chinesischen Milliardären das entsprechende Wagniskapital zur Verfügung zu stellen. Dies in Summe führt zu einem enormen Selbstbewusstsein, dass sich in Hinsicht auf Expansion nach Europa und Nord-Amerika Bahn bricht. Also bitte „Warm anziehen“ und diese Entwicklung frühzeitig smart antizipieren und entgegenwirken.“ (BeVH-Blog)

 

Das gleiche Thema wird im Exciting Commerce Podcats Extreme #4: Die Börsenmilliarden und die Folgen für die Branche aufgegriffen. Schnappt sich Alibaba über kurz oder lang Ebay? Und welche Übernahmepläne hat Zalando nach dem Börsengang? in der jüngsten Extreme-Ausgabe nehmen Jochen Krisch und Marcel Weiß die Mega-IPOs von Alibaba, Zalando und Rocket Internet zum Anlass, um zu besprechen, inwiefern die Börsenmilliarden die Online-Handelsbranche verändern werden. Es lohnt sich, die zeit zu investieren. (Exciting commerce)

 

Neue Mobilitätskonzepte sind nicht nur eine Sache aggressiver kalifornischer Startups. Die Daimler-Tochter Moovel hat sich als deutsches Schwergewicht in Position gebracht. Das Unternehmen hat vor Kurzem auch das App Mytaxi komplett übernommen und spielt damit auch international in der ersten Liga. Das Manager Magazin hat dazu den Moovel Chaf Robert Henrich interviewt: Daimler Tochter will das Amazon der Mobilitiät werden. Ein ambitioniertes Projekt, bei dem Daimler sich beherzt neuen Geschäftsfeldern nähert.

 

Einen besonderen Blick hat Prof. Dr. Edgar E. Blanco auf die Tante Emma Läden (neudeutsch: nanostores) auf der der Supply Chain Conference 2014 geworfen. Ob Mexico City oder Kalkutta: Sowohl Hersteller von Konsumgütern als auch Händler und Logistikdienstleister sollten sich mehr mit dem Thema Nanostores und deren Belieferung beschäftigen. Obwohl große Discounter auch in Megacities (Städte mit mehr als fünf Millionen Einwohnern) zunehmend Fuß fassen, besteht die Handelslandschaft in solchen Metropolen oft zur Hälfte aus Tante-Emma-Läden. Diese Situation wird sich laut Blanco langfristig nicht ändern. Denn die winzigen Geschäfte haben für die Kunden und Lieferanten viele Vorteile. (weiterlesen auf Logistik heute)

 

UPS experimeniert in den USA mit in-store 3D Druckern. Fast 100 Standorte wurden mit 3D Druckern ausgestattet. 3D Druck kommt unter anderem bei der Herstellung von Ersatzteilen zur Anwendung. Da deren Herstellung hinsichtlich der verwendeten Rohstoffe Qualität der Drucker dabei nicht mehr direkt durch den Hersteller kontrolliert werden kann, rücken Fragen zur Garantie für die gedruckten Ersatzteile in den Focus der Aufmerksamkeit. Auch die Möglichkeit zur Geheimhaltung von Produktionsunterlagen ist noch nicht geklärt. UPS will in diesem bereich Erfahrungen sammeln und Teil der Wertschöpfungskette bleiben, obwohl das Ersatzteil nicht mehr über größere Strecken physisch transportiert werden muß. (Engadget.com)

 

Im Bereich lokale Shopping-Portale herrscht derzeit Hochkonjunktur. Doch das Geschäftsfeld ist schwierig und so muss selbst ein Schwergewicht wie der Paketdienstleister DHL hier Rückschläge hinnehmen: Das von dem Unternehmen im vergangenen Jahr gegründete Einkaufsportal Madoni.de wurde Ende Juli wieder eingestellt. (Locationinsider)

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