BdKEP Paketbox Workshop 14.11.


Wie auf dem letzten Workshop abgestimmt, wird die Gruppe in den Themenbereich Paketboxen und IT Betriebssystem geteilt. Beide Gruppen tagen Vormittags in getrennten Räumen, Nachmittags zusammen. Sie erhalten am Vormittag eine getrennte Vorführung im Logistik Showroom „Value Chain“ der GS1 Germany GmbH. Die Agenda für den Tag können Sie hier einsehen: Agenda
Die Mail enthält ausführliche Informationen und ist deshalb etwas länger. Sie ist wie folgt gegliedert:
  1. Arbeitsgruppe Paketboxen
  2. Arbeitsgruppe IT Betriebsystem
  3. Betreibermodell für offene Postsysteme
  4. Positionspapier zum Thema offene Postsysteme

1. Arbeitsgruppe Paketboxen – Thema „carrierübergreifende Lösungen für die Zustellung von Warensendungen in Paketboxen“

In der letzten Veranstaltung haben wir intensiv über Möglichkeiten diskutiert, wie carrierübergreifende Lösungen zur Zustellung von Warensendungen in Paketboxen ausgestaltet sein können. Diese Diskussion soll fortgesetzt und die Inhalte strukturiert werden. Die Herausforderung ist, die technischen möglichen Lösungen mit den Möglichkeiten der Logistikdienstleister in Übereinstimmung zu bringen. Sofern dies gelingt, bekommen die Paketboxhersteller mehr Sicherheit dahingehend, welche Zugangslösungen sie einbauen müssen, damit die Zusteller aller Logistikanbieter in die Paketbox zustellen können.Die Arbeitsgruppe soll sich deshalb im ersten Schritt über die technisch möglichen Zugangslösungen verständigen. Diese Zugangslösungen incl. die Informationen über die praktische Umsetzung der anwesenden Paketboxhersteller sollen in einer Übersicht zusammengestellt und geclustert werden. Folgende Vorschlag für die Cluster bildet die Grundlage für die Arbeit an diesem Tag:

  1. rein mechanische Zugangslösungen (Tür ist offen und wird nach Einlage des Pakets zugedrückt)
  2. halbdigitale Zugangslösungen (Zusteller sind gar nicht oder nur sehr eingeschränkt mit dem IT System der Paketbox verbunden)
  3. volldigitale Zugangslösungen (Zusteller sind in das IT System der Paketbox eingebunden, Es kommen techniken wie Transponder, Chip, Bluetooth; NFC zum Einsatz)
Die Anbieter von Paketboxen bitte ich, Ihre Zugangslösungen möglichst einem der Cluster zuzuordnen und sich darauf vorzubereiten, dass sie sie über eine kurze 😉 Präsentation (Power Point, Film etc.) der Gruppe vorstellen können. Sofern die Gruppenarbeit ergibt, dass die oben vorgeschlagenen Cluster nicht passen, können natürlich auch andere Cluster gebildet werden.

Mit dieser Übersicht werden wir dann nach dem Workshop auf die Logistikdienste zugehen und abfragen, welche der Zugangslösung sie bezüglich der bei ihnen eingesetzten Technologien (Handscanner, Track & Trace Systeme, IT Systeme) bevorzugen würden. Sofern Logistikdienste am 14.11. anwesend sind, können sie sich eventuell schon in der Diskussion vor Ort dazu äußern. Ich werde die Logistikdienste zum Workshop seperat einladen und vorab auch über die geplanten Inhalte informieren. Grundsätzlich sind dann folgende Situationen denkbar. Die jeweiligen Logistikanbieter reagieren nicht auf die Anfrage bzw. lehnen eine Antwort ab oder sie positionieren sich zu den angebotenen Zugangsvarianten. Jede dieser Antworten bringt uns grundsätzlich weiter. Im günstigsten Fall können dann Paketboxanbieter ableiten, welche digitalen  Zugangstechnologien wahrscheinlich werden und sie in den Kästen verbauen sollten. Im ungünstigsten Fall wird deutlich, dass es derzeit kein Committment, besonders zu voll digitalen Lösungen gibt und die Paketboxhersteller eher auf mechanische Lösungen setzen sollten. Zu diesem Themenkomplex bereiten wir Arbeitsmaterialen vor, auf die wir zum Workshop aufsetzen können.
Sofern dieses Thema in der Arbeitsgruppe schnell erarbeitet wird und noch Zeit übrig ist, wenden wir uns einem zweiten Themenbereich zu. Es geht um die anbieterübergeifende Zusammenstellung und Aufbereitung von Informationen über Paketboxen für Verbraucher.  Als Basis dienen dazu der im CEN erarbeitete Standard für Paketboxen sowie weiterer technologischer Rahmenbedingungen, die nicht im Standard definiert sind (z.B. Zugangslösungen für Verbraucher). Ziel ist herauszuarbeiten, welche Informationen (z.B. Größenklassen, Sicherheitsklassen, Materialklassen, die oben angegebenen Zugangslösungen, ….) wie (Merkblätter, Siegel, Webseite, ….) für Verbraucher aufbereitet werden können. Die Arbeit zu diesem Themenbereich basiert am 14.11. auf den Unterlagen zum CEN Standard sowie dem Fachwissen der Teilnehmer besonders von Paketboxherstellern und Standardisierungsexperten.
Die Arbeitsergebnisse werden am Nachmittag der anderen Gruppe vorgestellt.
2. Arbeitsgruppe IT Betriebssystem
Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es in ihrer quasi ersten Arbeitssitzung eine Landkarte dazu zu erarbeiten, welche IT Systeme mit welchen Eigenschaften für den Betrieb offener Postsysteme notwendig sind. Parallel sollen diesen Sollanforderungen möglichst schon vorhandene oder in Entwicklung befindliche Systeme/ Standards/ Initiativen zugeordnet werden. Aus dieser Landkarte ergibt sich eine Übersicht der beteiligten Stakeholder. Auf Basis dieses Wissens können die Beteiligten ihre Position und weitere Strategie zum Arkteintritt oder -bearbeitung überprüfen, ggfs. neu justieren oder ableiten. Für die Gruppe ergeben sich mögliche weitere Arbeitsfelder mit denen offene Postmarktlösungen vorangetrieben werden können.
Als Arbeitsgrundlage für diese Gruppenarbeit sehen wir folgende Unterlagen:
  1. Die „Sector studies 2014“ der Europäischen Kommission (KOM) vom September 2015: Design and development of initiatives to support the growth of e-commerce via better functioning parcel delivery systems in Europe (WIK Consult, August 2014) arbeitet potentielle Initiativen heraus, mit deren Hilfe die Anforderungen von Handel und Verbrauchern an leistungsfähigere Systeme für die Zustellung von Warensendungen umgesetzt werden können. Studie
  2. Die Präsentation von Walter Trezek zum Thema Standardisierung im globalen Postwesen (PDF) aus dem letzten Workshop.
  3. Die Präsentation von Thomas Niebur zum Thema Standardisierung im Handel aus letzten Workshop.

3. Betreibermodell für offene Postsysteme (Vorstellung und Diskussion)

In den vergangenen Arbeitssitzungen ist immer wieder die Frage aufgekommen: „Und wer soll das umsetzen und betreiben?“ Dieses Thema steht am Nachmittag des Workshops auf der Agenda. Gruppenmitglieder arbeiten derzeit an einem Arbeitspapier zum Thema Betreibermodell und werden es am 14.11. vorstellen. Inhaltlich geht es um die Themen Rechtsform, Stakeholder und Aufgabenverteilung.

4. Positionspapier zum Thema offene Postsysteme
Die Open Postal Alliance ist eine Plattform für Technologieanbieter, Kurier-, Express- und Postunternehmen, Institutionen, Verbänden und Verbrauchervertretern, die sich für einen Postmarkt mit offenen Netzwerken und diskriminierungsfreien Zugang für alle Marktteilnehmer einsetzen. In diesem Zusammenhang arbeiten wir derzeit an einem Positionspapier und wollen dies der Gruppe vorstellen und diskutieren. Inwiefern können sich Gruppenmitglieder vorstellen, ein Positionspapier mitzutragen, welche Inhalte sollte das Positionspapier haben und an wen sollte es adressiert werden sind die Fragestellungen. Das Papier ist derzeit noch in Arbeit, wird Ihnen aber ca. eine Woche vor der Veranstaltung zugehen, so dass Sie sich vorbereiten können.
Bitte schreiben Sie mich an, wenn sie Ergänzungen oder weitere Vorschläge zu den Inhalten des Workshops haben. Ich bedanke mich für Ihr Engagement und Aufmerksamkeit.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *