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Die Open Postal Alliance verschafft Unterstützern und Unternehmen die Möglichkeit, ihre Interessen bei der Gestaltung der Logistikmärkte wirksam zu vertreten und so den Markt aktiv mit zu gestalten. Sie hilft, die für den Postmarkt wichtigen und dringenden Themen mit einer Stimme in die Öffentlichkeit, die Wirtschaft und die Politik zu tragen.

 

Positionspapier der Open Postal Alliance zu offenen Postmärkten

 

In den kommenden zehn Jahren werden sich Versandmengen besonders aus dem Onlinehandel verdoppeln. Gleichzeitig sieht sich die Logistikbranche neuen Anforderungen bezüglich Verbraucherfreundlichkeit und Nachhaltigkeit des Onlinehandels ausgesetzt. Die einfache Verdopplung der Anzahl von Zustellfahrzeugen und Zusteller/innen, Paketboxen, Paketshops und Nachbarschaftszustellungen durch die jeweiligen etablierten Zustellunternehmen wird den Herausforderungen nicht gerecht. Mit der Optimierung von traditionell gewachsenen Logistiksystemen und Serviceangeboten werden sie sich nicht bewältigen lassen. Neue Lösungsansätze sind gefragt.

 

Die Branche wird um eine grundlegende Reorganisation der Prozessketten, postalischen Infrastruktur und Serviceangebote nicht herumkommen. Andere Branchen wie Handel, Musikindustrie, der Energiemarkt und das Verlagswesen sind auf diesem Weg mehr oder weniger freiwillig schon weiter vorangeschritten.

 

Die Etablierung offener und dadurch flexibler Postsysteme ist ein Weg, um die steigenden Versandmengen aus dem Onlinehandel zukünftig effizient sowie umwelt- und verbraucherfreundlich zu befördern. Sie erleichtern es Startups und anderen Marktteilnehmern neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Dadurch kann ein gesundes Ecosystem aus bereits etablierten sowie neuen Anbietern und Angeboten entstehen.

 

Zusammen mit den dazu passenden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eröffnet diese lebendige Vielfalt Chancen, dass die Wertschöpfung in den Logistikketten durch viele Marktteilnehmer vor Ort erbracht und nicht durch einzelne große Marktteilnehmer abgeschöpft wird.

 

Gleichzeitig bieten offene Postsysteme Lösungen für die mit der Urbanisierung und demografischen Entwicklung einhergehenden Herausforderungen in den Bereichen Grundversorgung mit Postdienstleistungen sowie Nachhaltigkeit.

 

Der Open Postal Alliance setzt sich für Postmärkte mit offenen Netzwerken und diskriminierungsfreiem Zugang für neue Marktteilnehmer ein. Dazu müssen folgende Themenbereiche umgesetzt oder beachtet werden:

 

  • Offene Postsysteme basieren auf offenen und allgemein akzeptierten Standards. Dazu bedarf es das Committment traditioneller und neuer Marktteilnehmer zu bereits entwickelten oder in der Entwicklung befindlichen Standards und die Öffnung bisher geschlossener Standards für alle Marktteilnehmer.
  • Die Schnittstellen und benötigten Datenbanken werden über ein offenes Logistik-IT-Betriebssystem Dieses Betriebssystem muss auf offenen Standards basieren und etablierten wie neuen Marktteilnehmern diskriminierungsfrei zugänglich sein.

 

  • Besonders Informationen dazu, wie Empfänger zukünftig Warensendungen empfangen wollen (Empfängerverfügungen), müssen für Handel- und Logistikunternehmen diskriminierungsfrei zugänglich sein. Diese Informationen sind der Schlüssel dazu, qualitativ hochwertige und effiziente Serviceangebote am Markt etablieren zu können.
  • Zentrale Bedeutung für offene Postsysteme haben dienstleisterunabhängige Sendungsnummern, die den Austausch von Warensendungen und Informationen zwischen den Teilprozessketten der Logistik- oder Datendienstleister ermöglichen.
  • Neue Services, Produkten und Standards können besonders für die Logistikteilprozesse Versandvorbereitung, Abholung, Hauptlauf, Zustellung, Retouren entwickelt werden. Es muß möglich sein, unterschiedliche digitale und physikalische Produkte, Services und Infrastrukturen über einheitliche Schnittstellen in die Teilprozesse

 

  • Neue Angebote für Versanddienstleistungen sollen im direkten Austausch mit den Nutzern entwickelt werden. So kann die Innovationskraft aus dem E-Commerce in die Logistikketten getragen werden.

 

  • Die Ergebnisse der Arbeit an offenen Postsystemen sollen in Europa als Leitbild für offene Postsysteme dienen. Dazu müssen sie durch die Verbände, Institutionen und Unternehmen in die europäischen und globalen Gremien eingebracht werden.

 

Zur Umsetzung hat der BdKEP die Arbeitsplattform „Open Postal Alliance“ initiiert. Denn, zur Etablierung offener Postmärkte bedarf es der Unterstützung durch Stakeholder aus dem Handel, von KEP – und Technologieunternehmen, aus der Forschung, von nationalen und europäischen Institutionen sowie Branchenverbänden und Standardisierungsgremien. Ziel ist, den deutschsprachigen Raum zum Leitmarkt für offene Postsysteme zu machen und das Modell international auszurollen.

 

 

Ich interessiere mich dafür, die Open Postal Alliance zu unterstützen. Bitte nehmen Sie dazu mit mir Kontakt auf.
Interesse für Open Postal Alliance

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